Mehr Wohnraum. Mehr Zürich.
Wohnbaupolitik
Zürich hat zu wenig Wohnraum, um die Nachfrage zu befriedigen. Deshalb fordert die FDP mehr Verdichtung, die Aufstockung bestehender Bauten, die Beschleunigung der Bewilligungsprozesse und den Bau von mehr Wohnungen durch private Wohnbauproduzenten. Gleichzeitig fordert die FDP den Verzicht auf spekulative Immobilienkäufe durch die Stadt (2025: CHF 600 Mio.).
Überbauung der Gleisfelder
Mit der am 20. August 2025 eingereichten Motion verlangt die FDP die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen für eine Überbauung der Gleisfelder vor dem Hauptbahnhof (bis Altstetten bzw. Wiedikon). Eine Idee, die auch der Bundesrat unterstützt.
Weil die Stadt Zürich ein Projekt dieser Grössenordnung nicht alleine, sondern nur zusammen mit privaten Wohnbauproduzenten umsetzen kann, sind, unter Einbezug von Grundeigentümern und Wohnbauproduzenten, mittels Studie mehrere Teilgebiete zu bestimmen, welche sich für einen ersten Überbauungsschritt bestmöglich eignen.
Forderung der FDP
Das Projekt Überbauung der Gleisfelder besticht aus den folgenden Gründen:
- Zusätzlicher Wohnraum für 150'000 Menschen wird ermöglicht.
- Es muss weder auf Grünflächen noch Freiräume verzichtet werden.
- Ws passt zur Entwicklungsstrategie der unterirdischen Bahntrassees; und
- Es kühlt das Stadtklima.
Pressespiegel
Drittelsziel
Geldverschwendung ohne Wirkung
Der Stadtrat will den Anteil gemeinnütziger Wohnungen bis 2050 auf ein Drittel erhöhen (2023: 28.9%). Bereits heute lebt rund ein Drittel aller Mieterinnen und Mieter in gemeinnützigen Wohnungen. Die Quote soll durch gezielte Käufe von Liegenschaften und Ersatzneubauten erhöht werden. Das entsprechende Budget 2025 beträgt bereits 600 Millionen Franken und soll weiter erhöht werden. Der Stadtrat möchte mit diesem Ansatz auch der "sozialen Entmischung" in den Quartieren entgegenwirken.
FDP lehnt planwirtschaftliche Ansätze ab
Die FDP nimmt den Bericht des Stadtrats ablehnend zur Kenntnis – und das aus gutem Grund. Der Bericht stützt sich auf ein einseitiges Narrativ: Renditeorientierte Investoren seien schuld an der Wohnungsknappheit, während die Stadt Zürich – ausgerüstet mit Steuergeldern – als weisse Ritterin und Retterin des sozialen Wohnungsbaus auftritt. Nebenbei versucht der Stadtrat, den Zuzug von Gutverdienern zu erschweren, um zumindest den Bestandsschutz für die eigene Klientel auszubauen.
Den Hebel richtig ansetzen
Die FDP anerkennt das Problem des knappen Wohnraums. Anstelle untauglicher staatlicher Eingriffe, verlangt die FDP als einzige Partei die konsequente Erhöhung des Angebots und damit die Schaffung neuen Wohnraums durch private Wohnbauproduzenten. Denn mehr Wohnraum im erforderlichen Ausmass kann nur mit marktwirtschaftlichen Mitteln geschaffen werden. Die Stadt muss positive Anreize schaffen und Fehlanreize beseitigen. Es braucht keinen staatlichen Immobilieninvestor, sondern weniger Bürokratie und schnellere Verfahren.
Preisgünstiger Wohnraum
"Abschöpfung" durch den Staat: Ein klassischer Fehlanreiz
Führen raumplanerische Massnahmen zu einer höheren Ausnützungsmöglichkeit, kann gemäss § 49b Abs. 1 PGB ein Mindestanteil an preisgünstigem Wohnraum festgelegt werden. Im preisgünstigen Wohnraum orientieren sich die höchstzulässigen Mietzinse an den Kosten (inkl. Rückstellungen und Abschreibungen) und einer angemessenen Rendite. Man kann deshalb auch von gemeinnützigem Wohnraum im weiteren Sinne sprechen. Der Gesetzgeber hat sich dafür entschieden, durch hoheitlich angeordnete Umverteilung, die Attraktivität privater Bautätigkeit zu reduzieren.
FDP fordert Transparenz und faire Regeln
Der Gemeinderat hat beschlossen, preisgünstigen Wohnraum an breite Teile der Bevölkerung abzugeben. Dabei soll während der Mietdauer auf eine Kontrolle der Einkommenslimite verzichtet werden. Anspruch auf vergünstigten Wohnraum haben Haushalte, deren steuerbares Einkommen maximal das Vierfache der jährlichen Bruttomiete beträgt.
Der Gemeinderat hat beschlossen, preisgünstigen Wohnraum an breite Teile der Bevölkerung abzugeben. Dabei soll während der Mietdauer auf eine Kontrolle der Einkommenslimite verzichtet werden. Anspruch auf vergünstigten Wohnraum haben Haushalte, deren steuerbares Einkommen maximal das Vierfache der jährlichen Bruttomiete beträgt.
Aus Sicht der FDP soll vergünstigter Wohnraum nur an Menschen abgegeben werden, die objektiv auf preisgünstigen Wohnraum angewiesen sind. Deshalb fordert die FDP die regelmässige Kontrolle der Einkommenslimiten während der Mietdauer.
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